Bad Radkersburg

Einst wichtiges Handelszentrum an der Mur und Grenze zu Ungarn, heute ein malerischer Gesundheits- und Tourismusort: Bad Radkersburg, die südlichste Stadt der Steiermark, im Porträt.

Die Lage: interessant, aber schwierig. Historisch war Bad Radkersburg von Anfang an (ca. 1182) zur Grenze gegen Ungarn bestimmt. Seine Lage an der Mur und anderen Handelswegen machte den Ort aber auch zu einem Handelszentrum. Die Handelsgüter damals waren Wein und Honig, ungarisches Schlachtvieh, Eisen und Salz.

Flanieren_Radieren_Altstadt_Bad Radkersburg_Thermenland

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, pixelmaker.at

Das „Niederlagsrecht“ (das Recht einer Stadt, von durchziehenden Kaufleuten zu verlangen, dass sie ihre Waren in der Stadt für einen bestimmten Zeitraum abluden, „stapelten“ und anboten) und das „Weinvorkaufsrecht“, beides von Landesfürsten verliehene Privilegien, trugen zu einem frühen Wohlstand bei. Und heute? Auch um den modernen Gesundheits- und Tourismusort zu verstehen, muss man zurückblicken.

Copyright Parktherme Bad Radkersburg_Fotografie Harald Eisenberger_Sommer Architektur

© Parktherme Bad Radkersburg, Harald Eisenberger

Schon in den 1920er-Jahren entdeckte man eine mineralhaltige Quelle, worauf sich der Ort mit sogenannten Trinkkuren rasch zum Kurort wandelte. 1978 wurde dann gezielt nach Thermalwasser gebohrt – und es wurde auch gefunden. Seither sprudelt es aus 2.000 Meter Tiefe in die Parktherme, aber auch in die kleinen Hausthermen einiger Hotels. Es soll bei Rheuma und Schmerzen des Bewegungsapparats nützen, entspannen tut es in jedem Fall.

Murauen_Radfahren_Bad Radkersburg_Thermenland

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, pixelmaker.at

Gäste erfreuen sich aber auch an der malerischen Landschaft, die man so schön auf Rad- und Wanderwegen auf sich wirken lassen kann. Und natürlich kommen sie wegen des Weins, der die gesamte Region prägt …
Tipp: Bei der GenussCard ist die Altstadtführung inklusive!

Flanieren & Radieren_Bad Radkersburg_Altstadt_Steiermark

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, pixelmaker.at

Eine Brücke über die Mur verbindet Bad Radkersburg mit dem slowenischen Gornja Radgona. Die beiden Orte hatten bis 1919, als die Steiermark zwischen Österreich und Slowenien aufgeteilt wurde, eine gemeinsame Geschichte.

Murbrücke_Bad Radkersburg_Gorna Radgona_Steiermark_Mur

© Thermenland Steiermark, Robert Hopfer

Die Brücke kann mit dem Auto oder auf eigenen Geh- und Radwegen überquert werden. Wer auf ihr verweilt, genießt einen schönen Blick auf die Mur und hört das leise Klappern, das die Hunderten kleinen Blättchen, mit denen das Geländer bestückt ist, im Wind erzeugen.

Hauptplatz_Altstadt_Bad Radkersburg_Steiermark

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, pixelmaker.at

Die südlichste Stadt Österreichs, in der der Sommer immer ein paar Wochen länger dauert als im Rest des Landes, hat einen ausgesprochen schönen und gut erhaltenen historischen Kern. Erwähnt wurde Bad Radkersburg erstmals im Jahr 1182. Im 16. Jahrhundert wurde der Befestigungsgürtel (gegen die Angriffe der Türken) ausgebaut. Diese Anlage ist heute noch fast vollständig erhalten.

Arkaden_Altstadt_Innenhof_Palais_Bad Radkersburg

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, pixelmaker.at

Im Stadtbild sind von der Renaissance bis zum Jugendstil sämtliche Baustile vertreten. Ehemalige Palais öffnen sich zu großen Innenhöfen, kleine Seitengassen der „Langgasse“ – sie führt durch die gesamte Altstadt – verlocken zu Abstechern in malerische Hinterhöfe. Der Stadtturm beim Rathaus überragt den weitläufigen Hauptplatz, der von prächtigen zwei- und dreigeschossigen Häusern gesäumt wird. Hier finden sich auch die meisten kleinen Geschäfte und Cafés.

Bad Radkersburg_Weinberg_Klöch_Wein

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, Bernhard Bergmann

Die sehenswerte Altstadt stellt – neben der Parktherme und der Vielfalt an Wander- und Radwegen durch die umliegenden Murauen, Weinberge, Wiesen und Wälder – auch das Rahmenprogramm für den Kongresstourismus. Im Congresszentrum ZEHNERHAUS erwartet die Besucher ein vielfältiges und einmaliges Ambiente.

www.badradkersburg.at

 

Domenico dell Allio

Domenico dell Allio, Foto Klöckl, Fotorechte TV Bad Radkersburg

© Tourismusverband Region Bad Radkersburg, Foto Klöckl

Die zentralen Elemente der Renaissancebefestigung Bad Radkersburgs sind in einer nahezu einzigartig geschlossenen Form erhalten geblieben. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Befestigungsanlage der Stadt unter der Leitung des hervorragenden italienischen Baumeisters Domenico dell Allio ausgebaut. Begeben Sie sich auf die Spuren dieses bedeutenden Festungsarchitekten und tauchen Sie ein in eine Zeit, in der das Bild der Stadt von italienischen Baumeistern, Maurern und Steinmetzen geprägt wurde.

Auf den Spuren eines genialen Architekten

  • Treffpunkt um 19.30 Uhr bei der Gästeinfo Bad Radkersburg
  • Dauer pro Rundgang ca. 2 Stunden
  • Kosten pro Person: € 7,– inkl. einem Glas Wein
  • Aktuelle Termine findet man hier!

 

 

© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark

2 kommentarer

  1. Oliver Schmitt

    27. Juni 2017 at 12:13

    Hi,
    vielen Dank für die hilfreichen Infos über Bad Radkersburg. Wir planen einen Urlaub ausschließlich zum Radfahren in Bad Radkersburg, da es hier schöne Radwege in malerischer Landschaft geben soll. Unsere Freunde waren letztes JAhr in Bad Radkersburg Radfahren und waren begeistert!

Schreibe einen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2019 Therme & Genuss

Teme von Anders NorenHinauf ↑