Am Anfang war der Wein. Dann kam der urige Ausschank dazu. Jetzt ist der Genießerbuschenschank da – mit vielerlei Delikatessen. Wie dem sagenhaften weißen Neusetzer vom Wollschwein!

Wahrscheinlich gibt es keinen überzeugenderen Weg, zeitgemäße heimische Buschenschankkultur kennenzulernen, als sich einen hauchzarten, reinweißen, sagenhaft milden, von Meersalz und Kräutern umhüllten und sechs Monate lang im Basaltbett gereiften Neusetzer Speck auf der Zunge zergehen zu lassen. Willkommen im modernen Genießerbuschenschank, wie es der von Anton und Daniela Krispel in Hof bei Straden ist!

Tipp: Seit 1. Mai 2015 ist nun auch der Wein aus dem Basaltstein erhältlich, alle Infos dazu findet ihr hier!

Weingut und Buschenschank Krispel in Straden

© Weingut Krispel

Die Pioniere der Wollschwein- bzw. Mangalitzazucht – sie haben bereits vor 17 Jahren mit der Freilandhaltung der damals vom Aussterben bedrohten alten Schweinerasse begonnen – gehören zu jenen Menschen, die den Buschenschank, die ursteirische Form der Gastronomie, mitgeprägt haben. Die Fähigkeit, sich mutig ins Projekt zu knien, hatten die beiden schon 1988, als der Schlosser und die Modefachfrau die Landwirtschaft von Antons Eltern übernahmen. Als Quereinsteiger im Weinbau haben sie die ersten 600 Flaschen Weißburgunder in autodidaktischer Eigenregie abgefüllt. Nicht wissend, ob auch nur eine davon verkauft werden kann. Knapp mehr als zwei Jahrzehnte später hegen und pflegen sie 17 Hektar Weingarten und betreiben einen florierenden Buschenschank, der mit seinen feinen Spezialitäten und der kreativen Qualität der Jause – zur traditionellen Brettljause haben sich auch Gustostückerln und Raritäten von nahen Bauern gesellt – eine neue Generation von Buschenschank eingeläutet hat. Genuss bereitet aber auch der Blick auf das architektonisch aufregende Anwesen. Mit seiner Kupferhaut erhebt sich der Zubau des Buschenschanks Krispel je nach Lichteinfall silberglänzend bis mattschwarz aus der Landschaft. Das Beste scheint hier selbstverständlich. Und mit Sohn Stefan, der vor sechs Jahren den Weinkeller übernommen hat, geht der Erfolg der Leidenschaft nahtlos weiter. Er hat gleich mit seinem ersten Jahrgang einige Preise eingeheimst …

Weingut Krispel
Neusetz 29, 8345 Hof bei Straden
Tel.: 03473 – 7862
www.krispel.at

 

Das Beste vom Wolli!

Tourismusverband Bad Waltersdorf

© Tourismusverband Bad Waltersdorf, Bernhard Bergmann

Den Wollschweinen und süßesten Wolli-Ferkeln begegnet man seither öfter. Jüngst sind sie auch im „Bergstadl“ in Leitersdorfberg „eingezogen“. Der Betrieb, der von den Familien Pichler und Schweighofer geführt wird, ist ein „Heuriger“. Hier dürfen, im Unterschied zum Buschenschank, auch warme Speisen auf der Karte stehen. Zu den steirischen Schmankerln, die auch hier aus eigener Produktion oder von Bauern aus der Umgebung stammen, gesellen sich im „Bergstadl“ Klassiker aus Omas Rezeptbuch. „Die Weine, Säfte, Schnäpse und das Kernöl kommen direkt aus unserer Erzeugung und seit zwei Jahren machen wir auch luftgetrockneten Wolli-Speck.“ Wer einmal den wohlschmeckenden Speck oder das Verhackert aus den regen und dank ihrer dichten Behaarung „winterharten“ Wollschweinen gegessen hat, der kennt den Unterschied. Das Fleisch der Tiere, die das ganze Jahr über auf der Weide leben, ist auch gesund. Im Bergstadl dürfen Interessierte auf dem sanft hügeligen Areal, auf dessen Kuppe der Bergstadl „thront“ (toller Blick von der Panoramaterrasse) nach ihnen Ausschau halten. Auf der Karte gibt es auch viele fleischlose Alternativen wie Salate, Weinsuppe oder ausgezeichnete Räucherforelle mit Gemüsegarnitur. Übrigens: Sowohl bei Krispel wie auch beim Bergstadl sind die Spezialitäten auch in einem kleinen Bauernladen erhältlich. Und noch ein Tipp: Fragen Sie im Bergstadl nach dem Weingarten-Picknick. Es lohnt sich …

Bergstadl Pichler
Am Leitersdorfberg 177, 8271 Bad Waltersdorf
Tel.: 03333 – 3977
www.bergstadl.com

 

 

© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark