Das Beste vom Bäck‘

Brotkorb - Thermenland Steiermark 900x600

© Thermenland Steiermark

Nichts geht über das Flair einer Bäckerei/Konditorei, die sich mit Liebe der Backkunst widmet. Wir haben einige davon besucht und bleibende Eindrücke mitgenommen.

Meistens merkt man es zu spät, was man an einem Bäcker im Ort oder einer Konditorei am Marktplatz hatte. Es ist einfach heimelig, wenn es nach frischem Brot riecht, und die Vorstellung, dass seit dem frühen Morgen die Semmeln gewälzt und gedreht werden, hat etwas Romantisches an sich. Dennoch ist die Anzahl der Bäcker in der Steiermark in den letzten 30 Jahren von 300 auf 200 zurückgegangen. Muss das sein?

Lebkuchen und Torte. Die Konditorei Ebner in Pöllau ist seit ihren Anfängen im Jahr 1939 der Inbegriff eines Zuckerbäckers. Bis heute ist sie eine „reine Konditorei“, das heißt, dass alles, was produziert wird, süß ist. Neben der Steirer-Torte, die in die ganze Welt verschickt wird, gibt es viele weitere Delikatessen: Sahnetrüffeln, Schokoladen, Teegebäck, Eiswaffeln, Mehlspeisen und viele saisonaleSpezialitäten wie Allerheiligenstriezel, Marzipanglücksbringer, Pinzen und Osterpieperl. Eine besonders duftende Köstlichkeit ist der Ebner- Honiglebkuchen, der seit drei Generationen nach alten Rezepten erzeugt wird.

Brezen und Bäckerrosen. Seit 1900 findet der Flaneur in Fehring auf dem Hauptplatz eine Bäckerei – die Konditorei Winkler. Während im Sommer ein großes Tüteneis auf die besondere Eisqualität aufmerksam macht, lotst im Advent eine stimmungsvolle Auslage die Blicke ins Innere. Ursula Winkler, die den Betrieb erst vor einigen Jahren übernommen hat, führt neben Weiß- und Schwarzbrot, Roggen-, Vollkorn- und Dinkelbrot auch im Steinofen gebackene „glatte Langsemmeln“. Diese sind ebenso beliebt wie das feine Jourgebäck, die Bäckerrosen und die Petits Fours. Die Spezialität des Hauses schlechthin sind aber die Brezen, die noch heute nach einem Rezept aus der Gründungszeit per Hand gefertigt werden.

Storch und Holzofenbrot. In der „Kunstbäckerei“ in Großsteinbach ist alles zum Anbeißen: Störche, Babys, Lebensbäume. „Was immer Sie als Geschenk brauchen, lässt sich aus wunderbarem Teig herstellen“, erklärt Andrea Wachmann, die für ihr Kreationen, aber auch für das traditionelle Holzofenbrot ausgezeichnet wurde.

Baguette und Brioches. Kann die Freude am Backen in den Genen liegen? Es scheint so, denn auch Philipp Birchbauer führt das Unternehmen bereits in der dritten Generation. „Begonnen hat alles im Jahr 1961, als Müller wegen der schlechten Wirtschaftslage selbst Schwarzbrot backen und verkaufen durften“, erzählt der junge Bäcker- und Konditormeister, der nach der Lehre erst einige Jahre als Patissier in Tirol verbracht hat, bevor es ihm gefiel, den elterlichen Betrieb in Altenmarkt zu übernehmen. Mit 23 Mitarbeitern betreibt er heute in Fürstenfeld, wohin die Bäckerei übersiedelt ist, zwei Filialen und beliefert mehrere Thermen und Hotels. Übrigens: „Der Birchbauer“ hat auch einen Abnehmer in Wien. Seit Jahren lässt sich das Hotel Sacher Jourgebäck, Baguettes, Briosches und knusprige „Handkaiser“ von ihm liefern.

Bio und Butter. Adolf und Maria Mild haben ihre Bäckerei 1989 gegründet, „damals schon auf einen Markt für Bio-Brot hoffend“. Vor knapp zehn Jahren war es dann, auch Dank der Nachfrage aus dem Rogner Bad Blumau, soweit, dass ein Teil der Produktion auf biologisch umgestellt werden konnte. „Mir gefällt es, wenn die Rohstoffe, mit denen ich arbeite, lebendig sind“, sagt Adolf Mild. Nicht minder freut es ihn, dass zwei seiner Kinder in das Geschäft eingestiegen sind. Im Sortiment hat er auch Außergewöhnliches wie z. B. Spezialgebäck in Form von Sternzeichen und Tieren aus verschiedenen Teigsorten. Für die Bio-Erzeugnisse verwendet er ausschließlich Natursauerteig, Natursalz, Biobackmittel und echte Butter. Die Rohstoffe kommen größtenteils direkt aus der Umgebung. 17 Mitarbeiter hat das Unternehmen mittlerweile, das neben der Stammbäckerei in Riegersdorf noch zwei weitere Filialen betreibt.
Unserer persönlicher Tipp: Bio-Thermenlandbot!

Semmel und Kornspitz. Eine neue Bäckerei hat in Merkendorf, direkt an der B66, eröffnet. Es ist der neue Standort der Bäckerei von Manfred Ertl, der vor 10 Jahren in Bad Gleichenberg die Selbstständigkeit wagte. Heute beschäftigt er 33 Mitarbeiter – und ist nicht nur für die Qualität seiner Kornspitze und seine knusprige Vielfalt bekannt …


© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark

2 kommentarer

  1. Elisabeth Weiß

    17. November 2014 at 16:03

    Ich liebe die Brezen vom Winkler! 🙂

  2. Mhhhh! Jetzt habe ich Lust auf einen frischen Kornspitz!

Schreibe einen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2019 Therme & Genuss

Teme von Anders NorenHinauf ↑