Wir starten mit einem Rundgang durch das nostalgisch anmutende Bad Gleichenberg mit seinem herrlichen, von exotischen Bäumen und Sträuchern bewachsenen Kurpark. Danach sind ein allerletztes Mal kräftige Oberschenkel gefragt: die Weinberge rund um das Tagesziel Klöch sind durch steile Lagen geprägt. Wir genießen den Ausblick von der imposanten Burgruine, bevor wir den Tag in der Vinothek bei einem Traminer stimmig enden lassen. Tagesetappe: 20,4 Kilometer.

Lagenweine

Tagsüber sind wieder rund 30 Grad Celsius prognostiziert, umso lieber nützen wir zeitig in der Früh die Chance auf einen kleinen Spaziergang durch den noch taufrischen Kurpark. In Kombination mit dem hervorragenden Frühstücks des Thermenhotels Emmaquelle, wo wir auch die Nacht verbringen durften, einfach herrlich! Los geht’s Richtung Albrechtshöhe, über den Parapluieweg vorbei an der Erzherzog Johann-Gedenkstätte. Glücklicherweise sind wir auf einer sehr waldreichen Etappe unterwegs, gerade jetzt in den Sommermonaten lernen wir den Schattenspender zu schätzen.

Angekommen bei der Aussichtswarte in Frutten-Gießelsdorf gilt es die 180 Stufen zur Aussichtsplattform in 36 Meter Höhe zu erreichen, denn bei klarer Sicht kann man bis weit nach Ungarn und Slowenien sehen. Hier treffen wir auch auf den Weinweg der Sinne, der in Sankt Anna am Aigen bei der Gesamtsteirischen Vinothek startet. Aber für uns geht’s weiter Richtung Rosenberg. Einkehrtipps: Heuriger Rosenbergl von Familie Kirwasser oder das Genussgut von Familie Krispel. Beides sehr empfehlenswert!

Nach einer kleinen Rast geht’s durch Weingärten hindurch nach Größing um dann gleich in Tieschen anzukommen. Inmitten des Ortskerns geht’s vorbei an der Pfarrkirche und dem Winzerhotel Kolleritsch um den Tieschner Hausberg – den Königsberg – zu umrunden.

Hier finden wir einen Zeugen der vulkanischen Vergangenheit der Südoststeiermark, der uns das Aufdringen von glutflüssiger Gesteinsschmelze in der Spätphase der Vulkangeschichte zeigt. Diese Basaltspalte wurde im 19. Jahrhundert bei Steinbrucharbeiten freigelegt.

Der Dorfplatz in Klöch, das Tagesziel, ist in greifbarer Nähe, doch bevor wir bei einem Glaserl Traminer die Füße hochlagern, genießen wir noch sensationelle Aussicht von der Klöcher Burgruine. Hier wird uns ein wunderschöner Ausblick auf die hügelige Weinlandschaft im Südosten der Steiermark und das angrenzende Ungarn und Slowenien geboten. 

VOM GLETSCHER ZUM WEIN-WEITWANDERWEG

Die Wanderroute „Vom Gletscher zum Wein“ verbindet auf 60 Etappen in einer Nord- und einer Südroute den alpinen Norden mit dem sonnenverwöhnten Süden: vom Dachsteingletscher bis nach Bad Radkersburg – mitten durch das Thermen- und Vulkanland Steiermark.

Martina und Manfred, die beiden Superwanderer 2018, sind seit Juli auf der Süd- bzw. Nordroute unterwegs und absolvieren bis Ende August alle 60 Etappen.

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