Genussradeln im Thermenland Steiermark: Wir haben uns die Gaumenfreuden-Tour für eine Erkundungsfahrt ausgesucht.

Im Vordergrunde herrlicher Anblick der schroff abstürzenden Riegersburg“, schreibt der „auf das Vortheilhafteste bekannte“ Herr Robert Seeger jun. im Tourenbuch für Radfahrer aus dem Jahr 1894. Schon damals hat er die Wege in und um Fürstenfeld aufs Höchste gelobt. Nichts Neues also unter der Sonne, möchte man meinen. Ob die kulinarischen Freuden aber damals schon den heutigen ebenbürtig waren, sei dahingestellt. Denn immerhin verläuft die Route im Epizentrum oststeirischer Gaumenfreuden. Wo Josef Zotter seine Schokoladen rührt, Karl Thaller die Weine keltert und Alois Gölles Schnäpse destilliert, ist man kulinarisch jedenfalls gut aufgehoben. Feinster Treibstoff also für den Radsportler, denn ganz ohne sportliche Höhepunkte ist die Tour ja nicht.

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© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Hinter der verschämten Beschreibung „gemütlich bis ambitioniert“ verbirgt sich doch der eine oder andere Höhenmeter. Keinesfalls ist die Bezeichnung oststeirisches Hügelland im metaphorischen Sinne zu verstehen. Die Tour startet also in der Thermenhauptstadt Fürstenfeld und schlängelt sich zunächst einmal durch Felder und Wiesen bis nach Söchau. Für angehende Kräuterhexen und Kneippjünger ist der dortige Kräutergarten mit Kneipp-Pfad ein Muss. Wer es damit nicht so sehr hat, kann sich im Café Wilfling auf eine Erfrischung zurückziehen. Und wenn man so recht überlegt, ist der Hopfen ja auch eine Kräuterart. Wenn man es bereits bis Söchau geschafft hat, weiß man auch, sich an den mit „Gaumenfreuden-Tour“ beschrifteten Schildern zu orientieren.

Kräuter-, Rosen- u. Hexengarten Söchau

© Kräuterdorf Söchau

„Eine der schönsten Blüthen des Radfahrsports ist unstreitig das Tourenfahren. Es stählt die Muskeln, erfrischt Geist und Herz und giebt uns Gelegenheit, Land und Leute wie im Fluge kennen zu lernen“.
Aus dem „Tourenbuch von Steiermark für Radfahrer“ aus dem Jahr 1894

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© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Weiter geht es nach Tautendorf und Breitenfeld. Ab da gilt es einiges an Höhenmetern zu überwinden, die auch für den sportlich nicht ganz Ungeübten eine Herausforderung sind. Um der Dehydrierung vorzubeugen, empfiehlt sich der Besuch einer (oder mehrerer) der einladenden Buschenschenken und gastfreundlichen Kellerstöckl. Dem Vernehmen nach ist dies auch der Grund dafür, dass etliche Genussradler der nahen Riegersburg nicht mehr bei Tageslicht ansichtig wurden. Was schade ist, denn der Anblick des mittelalterlichen Kastells auf dem 482 m hohen Basaltfelsen ist immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis. Gastronomisch ist es ohnehin schwer, an dem Ort Riegersburg vorbeizukommen: Neben dem haubengekröhnten Gasthaus Haberl & Finks Echte Delikatessen lohnt sich auch ein Besuch der Fromagerie zu Riegersburg.

Riegersburg, Steiermark, Bezirk Fürstenfeld, Riegersburg

© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Wer vom Radeln noch nicht genug hat, lässt es den Berg hinunter bis nach Hatzendorf noch ein wenig ausrollen. Und kehrt beim Malerwinkl in Hatzendorf ein, wo Wirt Peter Troißinger aufkocht, auf dass es seinen Gästen an nichts fehle. „Ham“ nach Fürstenfeld, dem Ausgangspunkt, geht es wieder steil bergan. Wen das aber nicht mehr freut, der steigt in die Thermenbahn und fährt mit den ÖBB über den Söchauer Berg. Eine nicht nur für deklarierte Eisenbahnfreunde spektakuläre Fahrt, wenn sich Lok und Wagen in den engen Kurvenradien über den Berg winden. Ein 200-Grad-Bogen bei Tiefenbach ist der Höhepunkt!

 

Genussradeln in der Steiermark

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© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark