Die feinen Räucherrituale und -aromen bringen im Rogner Bad Blumau die spirituelle Saite in uns zum Klingen.

Mehrmals täglich erklingt in der Innentherme des Rogner Bad Blumau der Gongschlag. Er signalisiert den Beginn eines Rituals, ohne das das Haus nicht ganz das wäre, was es ist. Anand Acharya, genannt Meister Anand, entzündet auf einer goldenen Schale spezielle, der Tageszeit angepasste Räuchermischungen und zieht damit durchs Haus.

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© Rogner Bad Blumau

Am Morgen um 10.00 Uhr ist es eine Duftspur aus Ringelblume, Baumharz, Rosmarin und Jasmin – alles Düfte, die blumige Gefühle erwecken, Licht und Sonne assoziieren –, die Anand in alle Räume, Gänge und verborgenen Winkel bringt.

Anand_Garten_Rogner Bad Blumau_Therme

© Rogner Bad Blumau

Besonders achtsam räuchert der indische Meister (er hat die Grammatik des Sanskrit und die traditionellen heiligen Schriften studiert und ist in Asana, Körperbeherrschung, sowie Pranayama, Atemtechnik, und Dhyana, Meditation, ausgebildet) die „empty corners“, die unbelebten, ungenützten Winkel und Ecken aus.

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© Rogner Bad Blumau

An diesem Tag folge ich ihm, den zarten Rauch, der seiner Schale entsteigt, in der Nase, ein Lächeln im Gesicht und seinen Gesängen (Slokas) lauschend. Auf diesem Weg kann ich auch die Reaktionen der Gäste beobachten, die ihm begegnen, die er alle freundlich begrüßt.

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© Rogner Bad Blumau

Es sei wichtig, erklärt er, die Rituale, Düfte und ihre symbolische Kraft nur anzubieten. Es ginge dabei nicht um blinden Glauben. Die Räucherung diene, wie überhaupt das ganze Ritual, vor allem zwei Dingen. Einmal ist das die Reinigung der Raumatmosphäre. Für Bereiche, in die sehr viele Menschen ihren energetischen Ballast einbringen – in den Saunen etwa oder in den Umkleiden – verwendet er Salbei, Lavendel und Nelken. Die helfen dabei, tief durchzuatmen, in den eigenen Körper zu gehen, ruhiger zu werden.

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© Rogner Bad Blumau

Womit wir auch den zweiten wichtigen Sinn der Räucherrituale angesprochen hätten. „Die Düfte der mit Weihrauch vermischten Kräuter sollen ganz einfach auch Positives für die Laune der Gäste tun. Bei Wohlgerüchen will man verweilen, man wird ruhiger, zufriedener.“

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© Rogner Bad Blumau

Das kann ich nur bestätigen. Ich liebe es, wie es im Rogner Bad Blumau duftet. Der Kräuterrauch wirkt wie ein kleiner Zauber, der der materiellen, rationalen Seite des Lebens eine emotionale, spirituelle hinzufügt. Und ich mag natürlich auch die Wertschätzung von fremdem kulturellem Wissen, das sich in diesem Ritual zeigt. Die Liebe zur Vielfalt, die sich in der Natur draußen ebenso widerspiegelt wie in dem Bauwerk an sich.

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© Rogner Bad Blumau

„Das Rogner Bad Blumau entspricht für mich dem Leben mit den fünf Elementen. Hier sind Wasser, Feuer, Erde, Luft und Universum und man versucht, in Einklang mit der Natur zu sein. Das weckt im Menschen die richtigen Gefühle, er tankt Energie auf, und genau dafür ist das Rogner Bad Blumau ja da“, sagt Meister Anand, während er mit mir eine Tasse Cappuccino auf der hölzernen Café-Terrasse trinkt. Seit zehn Jahren verbringt er das Sommerhalbjahr mit seiner Familie im Rogner Bad Blumau, von Oktober bis April ist er in Indien, wo er sein eigenes Zentrum für Ayurveda und Yoga aufgebaut hat …

 

 

© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark