Die Kraft von Steinen spüren, dem Schweigen der Bäume lauschen, Hausbesuch bei den Kelten und Wandern mit Weitblick: Mystische Momente „draußen vor der Tür“.

Baumkreisweg_Loipersdorf_Nussbaum_Keltisch_Steiermark

© Therme Loipersdorf

Ein liebevoller Apfelbaum oder eine ehrgeizige Esche? Wer wissen will, zu welchem keltischen Baumkreiszeichen er gehört, der kann auf dem Lautenberg hinter der Therme Loipersdorf Antwort finden. Auf einer Strecke von 2,5 bzw. 4, 4 Kilometern begegnet jeder seinem Geburtstagsbaum, das heißt jenem Baum, der seinen Geburtsdaten zugeordnet ist. Für die Kelten hatten Bäume eine besondere Bedeutung. Sie sahen sie als von Göttern und Naturgeistern beseelt. Der keltische Baumkreisweg führt zu 22 verschiedenen Baumarten und erklärt auf Informationstafeln den Charakter und die Eigenart des Baumes. Der Mensch kann sich darin wiedererkennen – und nebenbei schönste Aussichten genießen.

Krafthügel_Steintisch_Loipersdorf_Megalithisch_Steiermark

© Therme Loipersdorf

„Nehmen Sie sich Zeit. Steinenergie fließt langsam, aber stetig“, heißt es bezüglich einer weiteren Attraktion, die sich auf den Hügeln von Loipersdorf findet. Ein bis zwei Stunden sollte man für den „megalithischen Kraftwanderweg“ schon einrechnen, zumal er aus 20 verschiedenen „Kraftplätzen“ besteht, an denen jeweils ganz unterschiedliche Energien zu erspüren sind. Ein Highlight ist der Dolmen oder Steintisch. „Verweile ein paar Minuten in seinem Inneren, damit dein Körper die Schwingungen richtig aufnehmen kann.“ Den Abschluss des Wegs bildet die „Venusblume“, ein „Schlüssel zu heilsamen, wandelnden, wohltuenden Kräften“. Von Blütenblatt zu Blütenblatt öffnet sich langsam das Herz …

www.loipersdorf.at

 

Zu Staub und Asche

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© Tourismusverband Region Bad Gleichenberg

Das Freilichtmuseum in Trautmannsdorf zeigt in zehn historischen Gebäuden (im Bild ein Troatkastn aus 1748) das Leben vergangener Zeiten. Besonders traurig ist die Geschichte im Hexenturm. Bei den Trautmannsdorfer Hexenprozessen (1690) wurden 37 Menschen wegen „Wettermacherei“ und „fleischlicher Vermischung“ (sexuelle Liebesbeziehungen mit dem Teufel) „zu Staub und Asche vertilgt“.

www.freilichtmuseum-trautmannsdorf.at

 

Wandern zum Wein

Klöch_Traminerweg_BadRadkersburg_Wandern_Wein

© Thermenland Steiermark, Harald Eisenberger

Auf den Spuren des Weins „mit dem Duft der Rose“ wandelt man auf dem 13,5 km langen Klöcher-Traminer-Weg. Beginnend bei der Vinothek, führt das erste Stück bergauf zur Burgruine und dann mitten in die Weinberge. Dass man für die Strecke rund fünf Stunden braucht, liegt an den Buschenschänken, die den Weg säumen, aber auch an den schönen Aussichten.

www.badradkersburg.at/kloech

 

Keltendorf am Kulm

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© Keltendorf Kulm

Am Fuße des Kulm (ein 975 Meter hoher Inselberg nahe Stubenberg, der einen Panoramablick über die gesamte Oststeiermark bis ins Pannonische Tiefland bietet) gibt es das 1. Urgeschichtliche Freilichtmuseum der Steiermark. Es zeigt verschiedene Hausformen aus mehr als 6.000 Jahre Besiedlungsgeschichte am Kulm (von der Stein- bis zur Keltenzeit). In zehn Häusern wird die damalige Lebensweise der Menschen dargestellt. Auch Bauten wie ein Kulthügel, ein Getreidespeicher und eine Backhütte aus der Hallstattzeit sind zu sehen. Für GenussCard-Besitzer ist der Hausbesuch bei den Kelten – wie auch weitere 120 Ausflugsziele – kostenlos!

www.kulm-keltendorf.at

 

Leben und Leben lassen

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© Tourismusverband Bad Blumau

Die „dicke Oachn“, wie die Leute die vielleicht älteste Eiche Europas nennen, hat mehr als 1.000 Jahre auf dem Buckel. Was alles in dieser Zeit geschehen ist, während sie dem Himmel von Bierbaum entgegenwuchs, dreißig Meter hoch wurde und einen Stammdurchmesser von 2,5 Metern entwickelte, muss man sich einmal vorstellen. Ihr Anfang fiel in die Zeit Karl des Großen, als Kolumbus Amerika entdeckte, war sie bereits 700 Jahre alt. Viele Generationen von Kindern spielten in ihrem Schatten, wurden älter, feierten Feste und vergingen.

Eiche_Bad Blumau_Thermenland_Steiermark_Kraftplatz

© Tourismusverband Bad Blumau

In den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde es erstmals auch für die Eiche kritisch. Nach einem Blitzschlag hatte man leichtfertig Beton in den hohlen Stamm gegossen – bald mussten echte Baumdoktoren anrücken und ihre Künste an ihr beweisen. Glücklicherweise konnte sie gerettet werden, sodass noch viele Menschen unter ihr rasten, ihrem Schweigen lauschen und etwas von ihrer Stille in sich aufnehmen können. Faszinierend ist, neben dem Gedanken an die Dauer ihres Daseins, auch die Tatsache, dass alle dreißig Generationen, denen der Baum im Laufe der 1.000 Jahre gehört hat, auf die Verwertung des Holzes verzichtet haben, ihn am Leben ließen …

www.bad-blumau.com

 

 

© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark