Rund und g’sund

Der Kürbis ist ein typisch steirischer Herbstknüller. Wenn er auf den Feldern kugelt, ist auch für die heimischen Kürbisbauern und -veredler Hochsaison.

Mikroklima nennt man es, wenn es in einem Dorf regnet und im nächsten schon nicht mehr. So ähnlich muss es mit den Böden sein. Damit das Kürbiskernöl und -pesto immer gleich (gut) schmeckt, nimmt Johann Koller aus Weinberg bei Fehring für seine Erzeugnisse immer nur Früchte der eigenen Felder oder solche aus der direkten Umgebung.

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© Thermenland Steiermark, Robert Hopfer

„Hier im Raabtal haben wir einen schweren, lehmigen Boden, und der spiegelt sich – irgendwie – im Kürbiskern wieder. Der Boden etwas südlicher zum Beispiel, in der Bad Radkersburger Gegend, ist schottrig, und das schmeckt auf feine Art und Weise anders. Ich betone: anders. Nicht schlechter.“

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© Kürbishof Koller

Dass das Kürbiskernpesto wie auch die Chutneys und die Kürbisnudeln aus dem Hause Kürbishof Koller (GenussCard-Partner!) immer gleich munden, hat aber vor allem mit dem „absoluten Know-how“ des Kochs und Caterers Josef Fürnschuss zu tun, mit dem Koller seit Anfang seiner „Kürbiskarriere“ an zusammenarbeitet.

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© Steiermark Tourismus, www.bigshot.at

„Nur zusammen sind wir ein schlagkräftiges Team“, sagt der ehemalige Polizist, den erst kleine Erweckungserlebnisse („Meine Wiener Kollegen haben immer gesagt: Bring uns ein Kernöl mit, da ist mir erst aufgefallen, was für ein Markt da wäre“) an den heimatlichen Bauernhof zurückgebracht haben. Puristen, was die Kürbissorte betrifft, sind beide nicht.

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© Thermenland Steiermark, Belinda Schagerl

Neben dem steirischen Ölkürbis, der das traditionelle Kürbiskernöl liefert, sind auch Butternuss, Muskatkürbis und Langer von Neapel im Einsatz. „Der Muskatnuss ist der beste, sowohl für das Chutney als auch für die Kürbisnudeln, die ja auch das Fruchtfleisch enthalten.“

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© Kürbishof Koller

Die jüngste Kreation heißt übrigens „Minikürbis“ und ist ein Gläschen voll kleiner Partisonskürbisse, eingelegt in eine Honig-Kräuteressig-Marinade. „Sie werden wie kleine Essiggurkerl geerntet und passen zu Antipasti und Rohschinken. Oder man kredenzt den Minikürbis zur normalen Buschenschankjause oder zum Fondue.“

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© Steiermark Tourismus, www.bigshot.at

Sagt er und freut sich, dass sich wieder eine seiner Delikatessen zu etablieren anschickt, wenn auch als absolutes Nischenprodukt. Denn einer Sache ist sich Koller sicher: Der Delikatessenbereich ist begrenzt. Deshalb sei es so wichtig, als Marke für eine immer gleiche Qualität zu stehen.

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© Kürbishof Koller

Den anderen einen Schritt voraus ist der charismatische Kürbisbauer, der jetzt übrigens auch als Musiker – er spielt eine innovative Harmonika beim Trio Cuvée – erfolgreich ist, sowieso. „Als wir angefangen haben, hat es nur Kernöl und Knabberkerne gegeben. Jetzt ist eine ganze Palette von veredelten Kürbisprodukten vorhanden. Und wir waren überall die ersten.“

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© Thermenland Steiermark, Robert Hopfer

Kostenlose Verkostung mit der GenussCard

Zu kosten und kaufen gibt es all das im „Kürbisatelier“, dem fein renovierten Kellergewölbe des ehemaligen Stallgebäudes.

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Das Atelier: Das ehemalige Stallgebäude wurde geschmackvoll renoviert. © Kürbishof Koller

 

 

© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark

2 kommentarer

  1. Steirisches Kernöl schmeckt toll. Hier hat es uns besonders gut gefallen: http://www.vielweib.de/2014/07/steirisches_kernoel/

  2. Hinter einem einzigen Liter Kürbiskernöl steckt wirklich viel Arbeit, dafür ist es ganz was feines.
    Das Steirische Kürbiskernöl Portal https://www.kernoel.cc bietet hier eine riesige Rezeptesammlung https://www.kernoel.cc/rezepte zum Nachkochen!

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