Bereit für die dunklen Tage: So empfindet, wer sich die kalte Jahreszeit in den Thermen(-hotels) versüßt. Wohliger, wärmender und erdverbundener kann es der Mensch ja gar nicht haben …

Auch interessant: Heilsamen Wärme vulkanischer Erde!

Bin kurz mal weg

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250 Millionen Jahre alte Salzbrocken aus dem Himalaya-Massiv bilden die Salzgrotte. © Therme Loipersdorf

Unter mir eine bequeme rote Liege, rund um mich herum große orange Salzsteine, die 250 Millionen Jahre auf dem Buckel haben, und über mir ein „Sternenhimmel“, zusammengesetzt aus speziellen Sound- und Lichteffekten. Im Nu bin ich „angekommen“ in der Salzgrotte der Therme Loipersdorf. Die Luft ist (kaum merklich) erfüllt von feinen, zerstäubten Salzkristallen, die ein Mikroklima schaffen, das jenem im Berginneren eines Salzstollens gleicht. Halotherapie könnte man dazu sagen. Oder: Gesund wie ein Tag am Meer. Denn die feine salzschwangere Luft dringt tief in die Bronchien vor, reinigt die Atemwege, erfrischt die Haut, kurbelt den Stoffwechsel an. Mein Körper übersetzt es in ein stilles, grundloses Lächeln. Wenn ich 25 Minuten später wieder „draußen“ in der Welt auftauche, wird man mir meinen Urlaub bestimmt ansehen …

www.therme.at

 

Berührend

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Das hochmineralisierte Wasser der Vulkania, der stärksten Quelle im Thermenland Steiermark, speist den teichförmig angelegten Vulkania Heilsee. © Rogner Bad Blumau

Eine meiner Lieblingsquellen, die Vulkania Heilquelle im Rogner Bad Bad Blumau, die heißeste Heilquelle Mitteleuropas – und die tiefgründigste (fast 3.000 Meter) des Thermenland Steiermark – gibt es jetzt auch als nährende Körperlotion zu kaufen. „vulkania wasser“ heißt die Naturkosmetik für Zuhause. Hergestellt wird sie von Farfalla, einem zertifizierten Naturkosmetikproduzenten, der nur feinste Sachen ins hochmineralisierte Heilwasser mischt: Mango- und Bio-Sheabutter, Bio-Kirschblüten und Feigenextrakt. Sie unterstützen den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Zur Wirkung gesellt sich der Duft. Sonnige Orange, Mandarine, Vanille. Das verstehen die Glückssensoren im Gehirn. Nach dem Einschmieren fühlt man sich lange frisch und erholt. Trotzdem: Auf ein schönes Bad im Vulkania Heilsee® möchte ich nicht mehr lange warten.

www.blumau.com

 

Orientalisch schön

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Im Rasul vereint sich das jahrtausendalte Wissen des Orients über Gesundheit, Hautpflege und Schönheit in perfekter Weise. © Thermenhotel Stoiser

Sich um seine Schönheit zu kümmern, ist mitunter mühsam, ja. Aber: Mitunter macht es auch sehr viel Spaß. So wie hier im Thermenhotel Stoiser. „Rasul“ heißt die Anwendung, bei der sich alle Elemente gegen müde Haut verschwören. Drei verschiedenartige Pflegeschlämme kommen ins Spiel: erst weißer, feinkörniger Schlamm, mit dem ich Gesicht, Brust (und Haar) einsalbe. Es folgt bläulicher Schlamm für Bauch und Hüften und dunkelgrauer Schlamm für Oberschenkel und Beine. Soweit alles klar. Und dann kommt auch schon der erste Dampfschub. Der Schlamm wird feucht und erzeugt ein Prickeln auf der Haut. Düfte von Lavendel, Rosmarin und Zitronengras erfüllen den Raum. Alles weitere testet ihr am besten selbst!

www.stoiser.com

 

Specksteine mit Erdwärme

© Heiltherme Bad Waltersdorf

TSM®-Specksteinmassage mit Honig-Kräuteröl. © Heiltherme Bad Waltersdorf

„Die Massage mit warmen Steinen wird als sehr erdend empfunden. Ein geerdeter Mensch hat kein Kälteempfinden. Die gespeicherte Wärme der Specksteine erinnert unser Unterbewusstsein an ein tiefes Urgefühl der Verbundenheit mit der Natur. Durch die besondere Methode der warmen Steinmassage und des Honig-Kräuterölgemisches wird eine Vielzahl von Wirkungen ermöglicht. Der Gast sucht am Beginn der Behandlung selbst seine erwärmten Steine (ca. 13 Stück) aus …“ So verheißungsvoll klingt die Beschreibung der TSM®-Specksteinmassage mit Honig-Kräuteröl (TSM®), die 60 Minuten dauert. Und auch das Letztgenannte ist ein wichtiger Faktor. Zeit. Eine Weile, auf die man sich einlassen kann, ohne von Anfang an ihr nahendes Ende zu spüren. Großzügigkeit bei der Zeit: ein super Rezept, das einem hilft, runter- und anzukommen.

www.heiltherme.at

 

Prädikat: Prickelnd

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Wohlgefühl im Saunadorf mit acht verschiedenen Saunen. © Parktherme Bad Radkersburg

In einen Erdwall gebaut und einem urigen Weinkeller nachempfunden: Wir testen die „Weinkeller Sauna“ der Parktherme Bad Radkersburg, übrigens eine von acht verschiedenen Saunen an diesem Ort. Das Besondere hier ist der Heckenklescher-Aufguß. Für alle nicht Steirer oder Burgenländer sei erklärt, dass es sich dabei um eine blaue Traubensorte mit ganz speziellem Duft handelt. Das Saunieren bei rund 90° C und geringer Luftfeuchtigkeit bringt auch geübte Saunierer ins Schwitzen. Hier wird neben dem Wein- auch ein Hopfenaufguß „serviert“. Durst regt sich in jedem Fall. Und in jedem Fall wird auch die Haut gepflegt, einmal mit hochwertiger Wein-, das andere Mal mit ebensolcher Hopfencreme. Danach geht‘s ab ins eiskalte Tauchbecken. Schließlich trinken wir auf der Holzterrasse mit Genussbar mit Blick in die Natur ein Bier und lassen uns im weitläufigen FKK-Saunagarten von der Parklandschaft umarmen …

www.parktherme.at

 

Etwas urig, ganz modern

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Das Herzstück: Die 2.500 m² große Acquapura SPA Wellness- und Wasserwelt mit Thermalwasser und einzigartiger „Steirischer Natur-Wellness“. © Falkensteiner Therme & Golf Hotel Bad Waltersdorf

Ein kleiner Holzsteg führt über den Biotop hinein in den Erdhügel. „Welcome Home!“ in der Erdsauna des Falkensteiner Hotels Bad Waltersdorf! Heimelig ist es hier. Feucht und heiß. Die Erdsauna ist die älteste Form der finnischen Sauna. Ursprünglich grub man in Finnland ein Loch in den Boden und legte es mit Steinen aus. Kieferstämme bildeten die Wände und für die Isolation eines Flachdaches sorgten unter anderem Moose und Flechten. Auch heute noch werden Erdsaunen in die Erde gebaut. Sie haben eine besondere Anziehungskraft. Natur trifft auf Moderne. Eine recht hohe Temperatur (rund 95° C) bei spezieller Feuchtigkeit sorgt für angenehme Hitze.

www.falkensteiner.com

 

 

© Text: Echt*Zeit Magazin des Thermenland Steiermark